• Intern
  • Anmeldung

Plastik und Mikroplastik in unserer Umwelt

Nachdem wir uns im Kollegium dazu entschlossen haben, uns weiterhin im Bereich "Umweltschule in Europa" zu engagieren, mussten wir uns überlegen, welchem zweiten Handlungsfeld wir uns zuwenden möchten. Wir haben uns dazu entschieden, mehr zum Thema "Plastik und Mikroplastik" zu erfahren und zu erarbeiten. Wir möchten im ersten Schritt Erkenntnisse sammeln, im zweiten Schritt das Gelernte kritisch bewerten und im dritten Schritt notwendige Maßnahmen daraus ableiten und im Rahmen unserer Möglichkeiten umsetzen.


Unser Handlungskonzept, was all das Erwähnte ausführt und zusammenfasst und zudem auch unser "Biotop-Handlungsfeld" aktualisiert, kann man hier herunterladen.


Anfang 2020 wurde dieses Konzept eingereicht und sehr positiv bewertet, woraufhin wir im Frühjahr 2020 damit begannen, erste Pläne für den ersten Handlungsschritt zu entwickeln. Hierbei stand uns der glückliche Umstand zur Seite, dass einige Monate später das Forschungsschiff "Aldebaran" zu einer Elbe-Expeditionsreise ("Dem Plastik auf der Spur") aufbrechen würde, in deren Mittelpunkt die Aufgabe stand, den Mikroplastikgehalt der Elbe zu untersuchen.

Forschungsschiff Aldebaran
Forschungsschiff Aldebaran

Schulen wurden im Vorfeld dazu eingeladen, die Elbe-Tour auf den Webseiten des Bundesverbands Meeresmüll e.V. online zu verfolgen.

Einladung zur Elbe-Tour 2020


Die Lehrkräfte der Klasse 12/13 hatten sofort Interesse, diese Einladung anzunehmen und besprachen dies im Mai 2020 mit den Schüler*innen der Lerngruppe, welche aufgrund der Corona-Krise nur aus 4 Personen bestand. Als auch hier eine große Mitmachbereitschaft spürbar war, begann das Klassenteam damit, einen Gruppenraum der Schule so herzurichten, dass man jeder einzelnen Tages-Etappe der Aldebaran nachspüren und Live-Streams betrachten konnte.

Im Juni 2020 begann dann die Reise, und das Geschehen wurde täglich, mit großem Interesse verfolgt.

Klasse 12/13 der Schue am Meer

Die Inhalte wurden im Unterricht nachbereitet und vertieft und nahmen einen festen Platz im Stundenplan der Klasse ein. Es wurde gelernt, aus welchen Rohstoffen Plastik hergestellt wird, welche Produkte daraus entstehen und auf welche Weise genutzt werden, welche ökölogischen Probleme daraus entstehen und welche Forderungen gestellt werden müssen, um die Plastikflut zu stoppen.

Unterrichtsmaterial der Klasse 12/13 der Schue am Meer

Quelle: www.exit-plastik.de

Höhepunkt der Unterrichtseinheit stellte sicherlich die Kontaktaufnahme mit der Forschungs-Crew der "Aldebaran" dar! Um dies zu ermöglichen und vorzubereiten, wurden diverse Mails mit dem Bundesverband Meeresmüll ausgetauscht. Schließlich war der Plan geschmiedet und ein virtuelles Treffen im Rahmen einer Videokonferenz war verabredet. Um sich darauf optimal einstellen zu können, überlegten sich die Schüler*innen im Vorfeld Fragen, die sie sich auch notierten.

Clara:

Clara

Hassan:

Hassan

Wiktoria:

Wiktoria

Leon:

Leon

 


Aufgrund der Tatsache, dass die Klasse regelmäßig die "ZDF logo!-Nachrichten" schaut, wurde man zwischendurch darauf aufmerksam, dass ein logo!-Reporter die Umweltministerin Svenja Schulze zu einem Interview treffen würde und dafür Fragen von seinen Zuschauer*innen zugeschickt bekommen möchte. Da die Lerngruppe gerade besonders für ökologische Probleme sensibilisiert war, fügte sich diese Initiative der logo!-Redaktion besonders gut in das Projekt ein und war deshalb entsprechend willkommen.

ZDF-logo!-Nachrichten

Die Schüler*innen sind daher sofort in sich gegangen und sendeten ihre Gedanken zu diesen Themen ein:

ZDF logo!-Nachrichten

Später sollte sich herausstellen, dass das Thema "Plastik/Mikroplastik" in dem Interview tatsächlich behandelt wurde...


Dann - am 16.06.2020 -  war es soweit: der Gruppenraum wurde vorbereitet, das Fragenstellen für die bevorstehende Videokonferenz wurde noch einmal geübt und die letzten Feinabsprachen wurden getroffen...,

Vorbereitung der Videokonferenz mit der Crew der

... bis es dann schließlich soweit war. Die Technik hat funktioniert, und das halbstündige Gespräch mit den Forscher*innen Silja und Sven der "Aldebaran" verging wie im Fluge.

Videokonferenz mit der Crew der

Das Klassenteam hat gelernt, dass es - auch beim heutigen Stand der Wissenschaft - immer noch so gut wie unmöglich ist, Mikroplastik aus den Flüssen und Meeren zu filtern und die Gewässer dadurch zu reinigen. Aus diesem Grunde ist es elementar, von vornherein den Einsatz von Plastikprodukten zu vermeiden und dies auch politisch voranzutreiben.

All die spannenden Lernerfahrungen in diesem Projekt fanden auch ihren Niederschlag in unserer Schülerzeitung. Der Artikel, den die Lehrkräfte und Schüler*innen gemeinsam geschrieben haben, wird hier in wenigen Wochen veröffentlicht.

Die Klasse 12/13 bedankt sich ausdrücklich und von ganzem Herzen bei dem gesamten Team des Bundesverband Meeresmüll e.V. - vor allem bei Simone Folgner - und der Crew der Alderbaran - vor allem bei Silja Blechschmidt und Sven Faist - , die uns von der ersten bis zur letzten Minute mit ihrer Freundlichkeit, Offenheit, Warmherzigkeit und  Fachkompetenz beschenkt haben.

Search